Der Nil, die Lebensader Ägyptens

Der Nil gilt mit seiner Gesamtlänge von 6650 km als der längste Fluss der Erde. Er entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi und erreicht Ägypten aus dem Sudan. Aus dem Nil wurde der im Grenzgebiet der größte künstliche See der Welt erschaffen, der Nassersee. Er ist 500 km lang, 150 km davon befinden sich im Sudan, der Rest in Ägypten. Er enthält bis zu 160 Milliarden Kubikmeter Wasser, welches durch den Assuanstaudamm kontrolliert wird. Im Nildelta spaltet sich der Strom in zwei annähernd gleich lange Mündungsarme auf, den westlichen Rosette-Arm mit einer Länge von ca. 239 km und den östlichen Damietta-Arm mit einer Länge von ca. 230 km und fließt von dort ins Mittelmeer. Auf der fast 1000 km langen Strecke vom Assuan-Staudamm bis nach Kairo ist der Nil zu einem riesigen Bewässerungskanal geworden, seit Muhammad Ali Pascha (1805–1848 Vizekönig von Ägypten) die Delta Barrages bauen ließ und begann, die Bewässerungsmethoden am Nil von der seit den Pharaonen praktizierten saisonalen Bewässerung in Überschwemmungsbassins auf ganzjährige Kanalbewässerung umzustellen. Aktuell jedoch gibt es durch den Bau eines Staudamms in Äthiopien die Sorge, dass die Wasserzufuhr Ägyptens zukünftig nicht mehr gesichert ist, Verhandlungen der Wassernutzung finden derzeit statt.